Lesen-Hören.de

Franz Kafka

Franz Kafka (1883–1924) ist der Ausnahmefall der modernen Literatur: Ein Prager Versicherungsjurist, der nachts schrieb, kaum publizierte — und dessen Name heute für ein ganzes Lebensgefühl steht. Hier kannst du seine Erzählungen kostenlos lesen und als Hörbuch hören.

Kafka bei Lesen & Hören

Leben in Kürze

Kafka wurde am 3. Juli 1883 in Prag geboren, als Sohn des Kaufmanns Hermann Kafka — jener übermächtigen Vaterfigur, die sein Schreiben prägte („Brief an den Vater"). Er studierte Jura und arbeitete bis zu seiner krankheitsbedingten Pensionierung bei der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt; geschrieben wurde nachts. Den Durchbruch seines Schreibens erlebte er im September 1912, als er „Das Urteil" in einer einzigen Nacht niederschrieb.

Zu Lebzeiten veröffentlichte Kafka nur schmale Bände — darunter „Die Verwandlung" (1915) und den Erzählband „Ein Hungerkünstler" (1924). Seine großen Romane „Der Process" und „Das Schloss" blieben Fragment; sein Freund Max Brod gab sie gegen Kafkas testamentarischen Wunsch nach dessen Tod heraus. Kafka starb am 3. Juni 1924, kurz vor seinem 41. Geburtstag, an Tuberkulose.

Warum Kafka hören?

Kafkas Prosa ist präzise, nüchtern und rhythmisch — sie trägt gesprochen außerordentlich gut. Gerade die berühmten Umschlagmomente (der Vater, der im Bett aufspringt; der Hungerkünstler, der sein Geheimnis flüstert) entfalten im Hörbuch eine eigene Wucht. Bei Lesen & Hören läuft der Text synchron zum Audio mit — ideal, um dichte Passagen doppelt zu erfassen.

Vertiefen: Das Urteil

Häufige Fragen

Welche Werke von Kafka kann ich hier kostenlos lesen und hören?

Aktuell „Das Urteil" und „Ein Hungerkünstler" — jeweils als E-Book zum Online-Lesen und als Hörbuch mit synchron mitlaufendem Text. Die Bibliothek wächst laufend.

Sind Kafkas Texte gemeinfrei?

Ja. Franz Kafka starb 1924; seine Werke sind seit 1995 gemeinfrei und dürfen frei gelesen, gehört und verbreitet werden.

Welcher Kafka-Text eignet sich für den Einstieg?

„Das Urteil": sehr kurz (als Hörbuch etwa 30 Minuten), erzählerisch zugänglich und zugleich typisch kafkaesk. Danach lohnt „Ein Hungerkünstler" als späte, konzentrierte Parabel.